Erfolgsgeschichten mit MiViA
So nutzen unsere Kunden MiViA im Alltag.
Transkript des Videos
Es freut mich wirklich sehr, dass Sie sich heute die Zeit mit uns genommen haben, bevor wir… ins Interview einsteigen. Wäre es ganz schön, wenn Sie sich selber noch mal kurz vorstellen, vielleicht, was Sie für eine Position im Unternehmen haben und was die Aufgaben in dieser Position eben sind. Ja, Philipp Wehnert, 33 Jahre, bin gelernter Werkstoff- und Prüftechniker der Kugel und Rollenlagerwerk Leipzig GmbH.
Ich leite die Härterei. Das Werkstofflabor und die ZFP. Ich betreue quasi 15 Mitarbeiter und zwei Kollegen im Büro, die sich tagtäglich mit den Materialien hauptsächlich Stahl, im harten und weichen Bereich auseinandersetzen. Wenn wir jetzt mal in die Mikrostrukturanalyse hineingehen in die Metallografie, wo sind denn die Herausforderungen bei Ihnen?
Ja, einmal die Subjektivität ist natürlich immer ein großes Problem. Viele Leute kennen natürlich die Grundgefüge Ferrit Perlit, aber dann spätestens, wenn es in das Härtegefüge geht, Martensit-Beinet-Unterscheidung, beziehungsweise dann entsprechend Artefakte erkennen. Da ist natürlich dann immer die Frage, ist das jetzt wirklich so? Und was können wir als Firma tun, um dann eben gleiche Ergebnisse von jedem Kollegen zu erzielen?
Es war natürlich dann schon ein schöner Zufall dass es halt eine Firma gibt, wie zum Beispiel MiViA, die dann um die Ecke schaut und sagt, hey, wir hätten hier was. Und da war dann quasi der Kontakt zustande gekommen mit der Idee, die Subjektivität aus dem Laborraum zu entfernen Schrägstrich zu reduzieren, um… mal neue Lösungsansätze anzugehen die vielleicht dann auch in der gesamten Industrie etablierbar sind. Wenn wir jetzt mal bei dieser Subjektivität bleiben, wie wirkt sich denn die Subjektivität zum Beispiel auf die Ergebnisse aus?
Bei der Mikrostrukturanalyse bei Ihnen? Also ich sage mal, es gibt ja genügend Hilfetools über die Software, also zum Beispiel über eine Grauwertanalyse. Und wenn jetzt natürlich das Gefügebild stärker kontrastiert ist, dann sind natürlich die Grautöne anders. Und sicherlich bei sehr feinnadeligen martensittischen Gefügen ist es dann etwas schwieriger, jetzt das aufs Prozent zu bestimmen.
Und da sind wir teilweise in einer prozentualen Differenz von 3 bis 5 Prozent. Mitarbeiter und Tagesformabhängig. Also es gibt dann gewisse Prozentgehalte zum Beispiel 5 Prozent ist der Grenzwert Und da kann man dann bei entsprechenden Parametern schon mal bei über 5% sein, wo ein anderer sagen würde, ist nicht der Fall. Gerade azubis, die mögen natürlich immer nochmal eine gesonderte Hilfestellung wo da auch gerade MiViA dann diese Hilfestellung leisten kann.
Gab es denn vielleicht irgendwas, was Sie bewegt hat, MiViA auszuprobieren? Sie haben ja gerade auch eben schon gesagt, Hilfstellungen bei Azubis. Also Hauptaugenmerk lag halt auf dem, dass es neu ist und innovativ. Es gibt es halt noch nicht.
Das heißt, man hat Möglichkeiten, das halt auch mit zu betreuen und zu entwickeln. Das ist ganz interessant. Eben noch kein vorgefertigtes Tool zu besitzen, was quasi für jemand anderen schon zugeschnitten ist, sondern man ist halt direkt bei der Entwicklung dabei gewesen. Und ja, sag mal ein bisschen die Vision, die Problemstellungen die gibt es.
Werden halt auch getragen von uns als Firma, als Hersteller als auch von den Kunden. Es gibt halt so diesen Graubereich den man halt akzeptiert, ob das Gefüge jetzt nun feinnadelig oder nadelig ist, darüber kann man diskutieren. Aber halt eben dieser Gedankengang, hey, wir gehen jetzt hier weiter, was könnte man da jetzt tun? Das ist das, was ich da so nehmen würde.
Okay. Gab es denn auch noch andere Alternativen, die Sie vielleicht betrachtet haben? Nein. Also keine Ahnung.
Also kenne ich keine andere, also weder von den Mikroskopherstellern als auch von den Softwareherstellern gab es da jetzt keine ähnliche andere Sache, die da in Erwägung gezogen werden könnte. Welche konkreten Vorteile haben Sie denn bei der Nutzung von MiViA festgestellt? Es geht schneller. Also wir haben jetzt mal ein Beispiel gemacht.
Es zeichnet sich ab, dass wir theoretisch wenn alles optimal laufen würde, tatsächlich, sage ich mal, drei bis fünf Minuten für drei Proben also ja, drei bis fünf Minuten für drei Proben. Und das ist schon eine Menge. Der hektischen Bereichen wo viel Probenaufkommen in kurzer Zeit über die Bühne geht, gerade auch Standarduntersuchungen, wo quasi nur ein Wert ermittelt werden muss und auch jetzt nicht wie bei einer Schadensanalyse das ganze Gefüge betrachtet werden muss, sondern es geht halt wirklich nur um die Feststellung, dass ein Wert vorhanden ist, zum Beispiel bei der Korngröße, welche Korngrößenkennzahl vorhanden ist, dann ist das Gerade wenn ich dann einen Scan mache und habe, keine Ahnung, sage ich mal 20 Bilder, dann lade ich die mit einmal hoch und habe das natürlich in einem Bruchteil von der Zeit analysiert als wenn ich das über einen Mitarbeiter machen würde. Was wir jetzt halt sehen, dass die Kunden gerade auch oder auch die technischen Lieferbedingungen immer mehr anziehen, die Qualitätsansprüche werden immer größer und das führt natürlich dazu, dass auch die Analysen Immer genauer werden müssen, beziehungsweise auch Merkmale, die vorher nie jemanden bis jetzt interessiert haben, dann auf einmal notwendig sind.
Und da können wir natürlich schon mit MiViA uns dem Gedanken einfach Bilder hochzuladen, um dann bestimmte Merkmale herauszukristallisieren, die dann auch ausgewertet werden. Da sind wir schneller als, ja, wenn man sich das jetzt mit den Kunden groß vereinbart, sondern man hätte dann Wir als auch der Kunde könnten dann über Sie als Firma dieselben Analysen machen. Also es gibt bei uns auch den Fall, dass wir… Gefüge, Auswertungen vornehmen und der Kunde macht das anders am Mikroskop.
Da muss man sich dann quasi festlegen, welche Vergrößerung, welcher Bereich. Das sind natürlich Sachen, die die KI auch gleich betrachten müsste. Aber man könnte ein Bild teilen und ihnen schicken und der Kunde wie wir kriegen dasselbe Ergebnis. Ja, würden Sie denn, MiViA, auch an andere Unternehmen empfehlen Und vielleicht auch, warum?
Also grundsätzlich ja, eben weil es halt wie ein Standard sein kann. Also man schickt halt die gleichen Bilder oder ähnliche Bilder einer externen Position, man kriegt einen Wert und gibt es halt auch keine Befangenheit. Das heißt also jede Firma, die in irgendeiner Art und Weise Gefügebilder analysiert, mit oder ohne Problemstellung dahinter, wird davon profitieren können. Eben weil es smarter ist als auch effektiver teilweise.
Doch, also jede Härterei, ich bin ja nun auch ein bisschen vernetzt mit Härtereien, das würde sich schon anbieten, weil es ja dann doch ab und zu Diskussionen über die Gefüge gibt. Also jeder, ja, oder auch Schulen könnte ich mir auch vorstellen, ähm Dass die zur Untersuchung eben der Gefügestrukturen da nochmal vielleicht auch Lehrpersonal sparen, weil die Kollegen, die dann quasi in der Ausbildung sind, dann mit dem Mikroskop und der Software entsprechend ihre Auswertung machen können. Okay, also welche Branche würde wahrscheinlich am meisten von MiViA profitieren auf jeden Fall, also Metallindustrie, metallverarbeitende Industrie und das geht, denke ich vom Stahlwerk bis zum Endbunden der dann quasi nur eine Wareneingangsprüfung vom fertigen Produkt macht, aber das beginnt eigentlich schon in der Urmetallurgie sicherlich auch Halbleiter, also überall da, wo man ein Bild macht und Charakteristiken bestimmt haben möchte, das hätte Potenzial Vielleicht auch in der Medizin, keine Ahnung, da bin ich aber nicht zu sehr im Thema. Okay, gut.
Gibt es vielleicht noch Funktionen oder Erweiterungen die Sie sich für die Zukunft von uns wünschen? Ja, also natürlich. Die Vision ist, dass alle Gefügebilder die man mal hochlädt in irgendeiner Art und Weise auch detektiert werden können. Das Beste wäre natürlich Mischgefüge.
Man hat halt gewisse Anteile an Perlit, Martensit Bainit vielleicht sogar, Restaustenitgehalte, die dann quasi allumfassend über ein Tool vielleicht sogar mal analysiert werden und bestimmt werden können. Ja, vielen Dank erstmal für Ihre Zeit, für die wertvollen Einblicke auch. Gibt es denn noch irgendwas, was Sie jetzt gerade hinzufügen wollten? Ich freue mich auf die Zukunft.
Es ist noch ein Weg, den wir bestreiten wollen auch. Ja, das nächste Projekt ist ja jetzt quasi schon in den Startlöchern und ja, es bleibt spannend. Okay. Ja, dann herzlichen Dank und Ihnen noch einen schönen Tag.
Gleicher Dankeschön.
Transkript des zweiten Videos
Gut, dann herzlich willkommen zu unserer heutigen ja, heutigen Interview. Vielen Dank dass Sie sich erstmal die Zeit dazu nehmen. Gerne. Mit uns hier zu sprechen und als erstes würde ich sagen, stellen Sie sich doch mal kurz vor und erklären Sie doch mal kurz Ihre Funktion im Unternehmen.
Ja, sehr gerne. Also, mein Name ist Peter Maas, ich arbeite bei der Firma VDM Metals, bin dort zentraler Laborleiter. VDM Metals ist ein großer international tätiger Hersteller von Halbzeugen aus metallischen Hochleistungslegierungen, überwiegend im Bereich Nickelbasis Wir machen noch ein bisschen Zirkonen ein paar Sonderegelställe. Wir haben eine sehr umfangreiche Laborlandschaft an mehreren Standorten in Deutschland.
So die klassischen zerstörenden Werkstoffprüfungen, Mechanik Physik Chemie Spektral, Korrosion und Metallografie natürlich auch. Okay dann würden wir auch schon mal mehr in die Mikrostrukturanalyse eintauchen und würden mal kurz wissen wollen, wie der Arbeitsablauf war, bevor Sie jetzt, MiViA, ich sag mal, integriert haben und wie typischerweise eine Mikrostrukturanalyse bei Ihnen aussah. Vielleicht hatten Sie ja auch Herausforderungen, vielleicht können Sie die ja nochmal kurz benennen. Also das läuft klassischerweise oder ich sag mal standardmäßig so, dass wir eigentlich keinen wirklichen Standard haben.
Weil alles, was wir produzieren, ist letzten Endes bespoke mit Kunden. Also wir haben relativ wenig Produkte die wir für Lager produzieren und dann aus unserem eigenen Service Center verkaufen. In der Regel fangen wir nicht an zu schmelzen, also wir schmelzen unsere Werkstoffe komplett selbst. Das machen wir aber nicht, wenn da nicht hinter ein dezidierter Kundenauftrag steht.
Das heißt, in dem Moment, wo wir schmelzen wissen wir tatsächlich auch schon relativ genau, welche Anforderungen wir nachher haben an das Material. Es gibt dann eine sogenannte Prüfplanung und unsere Kollegen aus der technischen Klärung, aus der Qualitätsstelle geben dann den Laboren darüber die Prüfungen vor, die in den Laboren stattzufinden haben. Die Durchführungsnormen sind dahinter und dann auch natürlich die Sollwerte, also bis zu welcher Korngröße zum Beispiel, welcher Reinheitsgradklassen solche Sachen werden dann definiert. Die Betriebe produzieren das Material, schneiden uns dann an einer definierten Stelle im Fertigungsprozess ein Stück ab.
Das läuft erst durch die Abteilung Probenvorbereitung und dann in die Metallographie-Labore rein. Da haben wir mehrere tatsächlich auch. Und naja gut, dann schauen die Kolleginnen und Kollegen da auf den Prüfplan. Was muss denn hier genau untersucht werden?
Dann wird die Untersuchung durchgeführt. Die präparieren auch selbst. Das wird also auch in den Laboren gemacht. Ja, analysiert Ergebnisse werden in unserem zentralen QS-System zurückgemeldet Und dann ist der Auftrag für die Labore auch erstmal erledigt Und dann kann es natürlich sein, je nachdem was das für ein Auftrag ist, was das für ein Kunde ist, dass es nochmal Rückfragen gibt aus den Qualitätsstellen, aus der Forschung, aus der Prozessentwicklung, die dann sagen, das hätten wir gerne nochmal ein bisschen genauer analysiert.
Und ich sage mal, richtig interessant wird das dann im Rahmen zum Beispiel auch von Reklamationsbearbeitung. Der Kunde hat reingeschaut vielleicht selber im Rahmen von Eingangskontrollen oder vielleicht auch in einem Schadensfall, Und meldet sich dann bei uns und sagt, da wäre vermutlich was nicht in Ordnung im Material, und er hat dazu Fragen. Mhm. Ja, also eine ganze Bandbreite an…
Aber ich hätte jetzt mal gedacht, was in den Metallographielaboren sind sind es wahrscheinlich so 90, 95 Prozent freigaberelevante Prüfungen, ein bisschen was für die Forschung und Reklamationsbearbeitung, das ist aber, Gott sei Dank, muss man sagen, ein sehr, sehr kleiner Teil nur der Tätigkeit. Genau. Gab es da denn bestimmte Engpässe oder Probleme, was Sie vielleicht dazu bewogen hat, mal nach einer neuen Lösung Ausschau zu halten? also unser Engpass wandert in den Laboren.
Das hängt eben sehr an der aktuellen Auftragslage und der Art der Aufträge. Das kann dann sein, keine Ahnung, es gibt Aufträge, da ist überhaupt keine Metallographie erforderlich. Wenn wir von dieser Art von Auftrag viel haben, dann haben die Labore in der Regel auch gut zu tun, aber sie sind kein Engpass. Und da gibt es natürlich auch Aufträge speziell zum Beispiel aus dem Bereich Luftfahrt sehr, sehr anspruchsvolle Prüfungen, sehr umfangreiche Prüfungen.
Wenn das in größerer Menge in die Labore läuft, dann wird das sehr schnell auch zum Engpass. Das ist natürlich durchaus ärgerlich, weil die Durchlaufzeiten immer ein Thema sind. Bei Luftfahrtaufträgen vielleicht nicht ganz so dramatisch wie bei anderen Aufträgen, aber auch da sind wir einfach daran interessiert dass die Sachen auch schnell durchlaufen. Und Probleme sag ich jetzt mal, dass wir sagen, wir haben qualitative Probleme, Gott sei Dank nicht.
Unser Personal ist entsprechend ausgebildet, in der Regel bei uns selbst ausgebildet hochqualifiziert. Das heißt, die sind absolut auch in der Lage und kompetent, diese Prüfung dann durchzuführen. Wir sehen jetzt natürlich auch schon einen ganz interessanten Trend, dass speziell im Bereich Luftfahrt doch ganz erhebliche Mengensteigerungen auf uns zukommen. Und Faktor 5 ungefähr ist so das, was wir erwarten.
Und die Untersuchungen sind halt extrem aufwendig und das zeichnet sich ab, das werden wir also nicht stemmen können. Ich kann auch nicht einfach mehr Personal einstellen, das ist A extrem teuer und B müsste ich auch dann qualifiziertes Fachpersonal überhaupt erstmal finden. Wir bilden selbst aus, aber nicht in dem Umfang und sag mal selbst wenn jetzt irgendwo Geld überhaupt keine Rolle spielen würde und ich könnte massiv Personal aufbauen, ich habe tatsächlich gar nicht die Räumlichkeiten aktuell um die Leute, ich muss irgendwo hinsetzen. Wir sind auch in Büros am Ende.
Das heißt, Personalaufbau, darüber können wir das nicht begleiten. Okay, aber gab es da jetzt schon merklich, ich sage mal, durch die Herausforderungen, die Sie jetzt langsam auch spüren, ich sage mal, irgendwie Auswirkungen auf das Ergebnis? Nee, tatsächlich nicht. Das ist aber auch bei uns relativ klar, soll ich mal, wird das eingefordert, dass wir sagen, die…
Die Ergebnisse müssen zuverlässig sein, die müssen richtig sein, das muss alles valide sein und wir opfern nicht Genauigkeit zugunsten von Geschwindigkeit. Das wird in der Organisation sehr gut verstanden und wird akzeptiert weil Qualität natürlich auch unser USP ist, mit dem wir ganz ordentlich hausieren gehen. Ja, also wenn wir jetzt auf die Idee kämen zu sagen, ja nee, mach mal ein bisschen weniger genau, dafür doppelt so schnell, auf die Idee käme Gott sei Dank niemand. Und das wird auch innerhalb der Qualitätsstelle der Labore, auch innerhalb vom Vertrieb und allen Leuten die vielleicht einmal so ein bisschen am Käfig rütteln würden, wird das absolut akzeptiert dass die sagen, ihr nehmt euch die Zeit, die ihr dafür braucht, damit gerade auch in so sensiblen Bereichen wir da nicht irgendwie mal auch vielleicht mit zeitlicher Verzögerung ganz blöde Diskussionen bekommen.
Wäre der GAU, wenn da irgendjemand mal kommt und uns nachweist, dass die Prüfungen, die wir durchgeführt haben, nicht korrekt sind. Ja, ist auf jeden Fall verständlich an der Stelle. Gab es denn da letztendlich irgendwas, was Sie dazu bewogen hat, auch mal MiViA auszuprobieren? Gab es da spezifische Funktionen oder Vorteile, die Sie da gesehen haben?
Also tatsächlich ist es das, die wir schon gesagt haben, wir erwarten, dass wir mit solchen Tools schneller werden. Dass wir in gleicher Zeit mit gleichem Personal einfach mehr schaffen und vielleicht auch gar nicht dass man sagt, diese super kritischen Luftfahrtuntersuchungen, das würden wir jetzt durch eine KI machen lassen Begleiten lassen, ja, unterstützen lassen, ja. Die Idee geht eher dahin zu sagen, naja, es gibt auch viele Standarduntersuchungen Anführungszeichen wo man eine Korngröße braucht und viel mehr auch nicht. Dass man sagt, in diesem Bereich kann uns die KI ja vielleicht auch wirklich viel Arbeit abnehmen, sodass wir bei den so wertvollen Personalressourcen dann einfach Zeit freischaufeln für die Untersuchungen, die man vielleicht dann auch lieber noch vom Menschen machen lässt.
In regulierten Bereichen kann man nicht einfach sagen: Lieber Luftfahrtkunde, ab morgen übernimmt die KI. Das muss sehr umfassend validiert werden. Da muss man schon aufpassen. Aber wenn man sagt, komm, Standardöl- und Gasuntersuchung oder so, das kann ja vielleicht auch die KI zu 80 Prozent übernehmen.
Der Werkstoffprüfer guckt nochmal drüber macht einen Haken dran und weiter geht’s. Da erwarten wir uns schon, dass wir doch da einen ganz erheblichen Zugewinn noch mal haben, einfach an der Menge, die wir schaffen. Okay, gut. Gab es denn da Alternativen, die Sie auch in Erwägung gezogen haben?
Nee, tatsächlich nicht. Also MiViA ist mir aufgefallen über LinkedIn. Da sind Sie ja recht aktiv. Und da habe ich mir ein Playbook da mal schicken lassen.
Und nicht ganz unerwartet kam dann auch die Kontaktaufnahme. Nein, das war tatsächlich so der erste Teil Die erste KI-Anwendung die mir da auffiel und da haben gesagt, das probieren wir jetzt einfach mal. Und diesmal hätte das jetzt nicht funktioniert, irgendwie hätten wir mal geguckt, was gibt es denn noch so, aber das ist jetzt erstmal alles hier, das läuft ja ganz hübsch. Und deshalb testen das gerne weiter.
Wir haben das vor ein paar Jahren schon mal angeschaut, da war ich aber noch nicht in der Verantwortung. Da hatten die Kollegen und Kollegen sich das schon mal angeschaut also andere Anwendungen. Ich weiß nicht genau, was die da angeschaut haben. Das war aber wohl so, dass es damals doch ganz erhebliche Probleme gab mit Zwillinge zu erkennen, Korngrenzen zu erkennen, irgendwelche Kratzer, Staub irgendwie solche Artefakte auszusortieren.
Das hat nicht gut funktioniert Und damit war das Thema hier eigentlich fast auch schon erledigt. Das ist allerdings auch schon wieder, ich glaube, mindestens fünf Jahre her und dann war ich so zu sagen, naja, da tut sich ja vielleicht auch ein bisschen was in der Technik und dann probieren wir es einfach nochmal an wie hat sich denn bis jetzt der Arbeitsablauf verändert, seitdem Sie MiViA nutzen? Gibt es da schon irgendwelche konkreten Vorteile die Sie vielleicht festgestellt haben? Also was wir sehen tatsächlich, das ist natürlich total interessant, dass die Reports, die rauskommen, doch einen ganz erheblichen Mehrwert liefern an Informationen.
Also, ich sage mal, die Histogramme die Verteilung von den Korngrößen Klassen und so weiter, das sind Sachen, die wir so in der bisherigen Arbeitsweise nicht erheben oder in Sonderfällen erheben, wenn das explizit gefordert ist oder wenn es eine Keine Ahnung, wie auch immer, geratete Sonderabrede mit Kunden gibt oder mit der Forschung. Das ist aber immer was was wir versuchen zu vermeiden, weil es halt total aufwendig ist und sehr viel Zeit frisst. Und das kriegt man ja hier quasi kostenlos mit. Das hatten wir nicht erwartet.
Es war auch nicht der Grund, warum wir uns mit MiViA beschäftigt haben. Wir wollten aus den vorhandenen Daten mehr herausholen. In den letzten Tagen hat sich der Blick darauf verändert: Wir sagen jetzt: Das ist wirklich interessant. Und da schauen wir tatsächlich gerade noch, wie können wir das denn eigentlich verwerten, aber klar ist auch schon, dass sich ganz, ganz viele Stellen innerhalb der VDM für solche Sachen interessieren, also mindestens mal die Forschung, die Prozessentwicklung und die Qualitätsstellen, denen man das zeigt und jetzt mal sagen, ach du Schande das ist ja toll.
Und, und erstmal wissen, ja, was machen wir denn jetzt damit? Da fallen einem sofort ganz viele Sachen ein. Das sind natürlich Möglichkeiten, auch mal in Richtungen zu denken, die wir so bislang überhaupt noch nicht gedacht haben. Und das ist schon echt spannend.
Wenn wir das nachher dann in die Praxis kriegen, bringt uns das schon mal einen ganz ehrlichen Schritt voran. Klassischerweise macht man eine Korngröße, also einen Mikrometer oder eine Klasse und dann, das ist es letzten Endes eigentlich. Und das lernen wir dann halt im Rahmen von unseren Luftfahrtqualifizierungen, dass das an vielen Stellen nicht reicht. Das heißt, dann möchte der Kunde gerne wissen, ist das im Kern und im Übergangsbereich und am Rand, wie sind denn da die, ist das homogen, solche Sachen und das kann man natürlich alles auch rein manuell machen.
Aber dann steigt der Aufwand sehr schnell und sehr stark. Und jetzt, wo wir uns mit diesen Luftfahrtthemen auch intensiver beschäftigen, merken wir dann halt auch eigentlich, dass das so die klassische Arbeitsweise, dann werden wir einfach auf ein gewisses Mengenniveau nie rüber hinauskommen. Und eigentlich ist es fast so dass man sagt, naja, ohne solche Tools wird es einfach sehr, sehr schwierig, ja da auch zu wachsen in dem Bereich. Das ist aber fast zufällig, diese Erkenntnis, dass das jetzt gleichzeitig mit dem MiViA-Test hier kommt.
Ein ganz spannendes Szenario auf jeden Fall ja. Okay, gibt es denn neben dem, was Sie gerade erwähnt haben, auch vielleicht ein konkretes Beispiel bei der Zeitaussparnis oder bei der Objektivität? Ich meine, Sie haben gesagt, Sie sind gerade in der Testphase, aber vielleicht gibt es ja da schon auch Merkmale wo Sie sehen, okay, es geht in die richtige Richtung zum Beispiel. Also die Qualität ist schon beeindruckend.
Die Sachen sind ja noch nicht gut trainiert auf unsere Werkstoffe. Ich hatte ein Testbild mal da reingeworfen relativ am Anfang, aus einem Auftrag den ich aus meiner Historie heraus hier ganz gut kenne. Und das war sagen wir mal 98 Prozent akkurat das Ergebnis. Das ist ja so first shot im Grunde das ist unglaublich.
Und das bestätigt sich. Also wir testen das für sehr viele verschiedene Werkstoffe über verschiedene Halbzeugformen verschiedene Abmessungsbereiche. Also auch Sachen, wo wir wissen, dass auch die Mikrostrukturausprägung einfach recht unterschiedlich ist. Und da kommt die KI mit ziemlich vielen out of the box sehr, sehr gut zurecht.
Das ist noch nichts, was wir jetzt aktiv nutzen, aber man erkennt dass da erhebliches Potenzial drin ist. Diese Nutzung, dass man ein Bild hochlädt und das analysiert Das ist super. Wir möchten gerne das eigentlich noch weiterentwickeln, dass wir sagen, wir lernen mal fünf, sechs, sieben Bilder hoch zu einem Auftrag und kriegen dann quasi eine Gesamtauswertung. Das sind aber so Sachen, die wir mit Ihnen ja besprechen in unseren Regelterminen.
Wenn man das zum Fliegen bringen würde, dann, ich kann das noch nicht beziffern soweit sind wir einfach noch nicht in dem Testszenario, aber es ist erkennbar, dass das ganz erheblich sein wird. Ja, genau Da waren wir schon bei dem Thema Funktion. Das heißt, Sie würden wirklich eine großflächigere Auswertung auch von bestimmten Bereichen machen Ja, das macht ja wenig Sinn, dass zu sagen, man begrenzt das irgendwie auf einen Bereich. Wir haben jetzt Bereiche wo wir das noch gar nicht testen.
Das sind so Bereiche, wo wir auch metallische Pulver herstellen für 3D-Druck, dass man über so Morphologie-Untersuchungen von Pulver und Partikeln Mal spricht, dass man mal spricht über so Themen wie Reinheitsgrad, habe ich jetzt gesehen, gibt es glaube ich auch als Modul noch nicht. Rissuntersuchung, also Oberflächenbeschädigungen, die aus dem Produktionsprozess kommen, das sind alles so Sachen, die wir gerne noch haben würden. Aber natürlich, also ich meine, das ist ja letzten Endes der KI auch egal, ob ich da jetzt Metallografie oder ein Schliffbild reinwerfe von einem Blech von einem Band oder von einem Draht. Wenn wir das nutzen, macht das nur Sinn, wenn man das überall nutzt.
Das waren jetzt so die Themen, die vielleicht Sie sich zukünftig noch wünschen. Gibt es denn vielleicht, oder wie Sie es zusammenfassen, welche Unternehmen und Branchen würden denn von Bivia profitieren wenn Sie die… Software da nutzen würden? Naja, ich kann das jetzt nur aus der VDM-Sicht sehen. Für uns würde das letzten Endes also jeder Kunde, der im Rahmen der Beprobung mit einer Metallografie versorgt wird, das suchen die Kunden sich in der Regel ja nicht aus, sondern die bestellen ja auch nach irgendwelchen internationalen Standardregelwerken nach einer ASTM.
Nach einem TÜV-Blatt, was weiß ich. Und sobald da Mikrostruktur mit ein Thema ist, und das ist halt doch in relativ… In vielen Fällen ist das dann sofort nutzbar. Die Öl und Gasbranche zieht gerade ein bisschen an, merken wir in ihren Anforderungen.
Die kommen jetzt auf die Idee, tatsächlich auch mehr zu fordern Da wird es schon interessant, wenn man über die höhere Informationsdichte von den Bildern redet. Ich sehe den Nutzen da eigentlich für alle unserer Kunden, also querbeet. Wobei wie gesagt, man gucken muss in den ganz hochsensiblen Branchen, die wird man vielleicht ein bisschen verschrecken wenn man sagt, das macht alles die KI ohne einen Menschen, das wird dir nicht so gut gefallen, aber das macht ja nichts. Dann macht man die letzten zehn Prozent halt noch.
Macht halt noch der Mensch und die KI unterstützt beim Rest und schaufelt uns die Zeit dann frei, die wir brauchen für solche Themen. Ja, kann ich nachvollziehen. Würden Sie denn auch, wie wir, an andere Unternehmen empfehlen? Also und wenn ja, warum?
Also ich sage mal, das läuft sehr, sehr gut. Das ist echt beeindruckend wie gut das funktioniert. Und ich sehe da schon einen ganz erheblichen Nutzen und einen Vorsprung. Deshalb würde ich das, ehrlich gesagt, aus Eigennutzen eigentlich für unsere Konkurrenz gar nicht empfehlen wollen.
Aber natürlich, also ich meine, jeder, der sich mit mit Schliffuntersuchungen beschäftigt wird davon profitieren. Ich meine, jetzt ist die VDM in einer relativ komfortablen Situation, dass wir uns da auch einen großen Aufwand einfach leisten können in dem Bereich. Wenn ich jetzt mal, hier im Sauerland gibt es relativ viele kleine Unternehmen, kleine Mittelständler. Ich kann mir vorstellen, dass die an solchen Tools gar nicht mehr vorbeikommen werden zukünftig.
Ja und Die haben in der Regel ja keine voll ausgebildeten Metallografen. Die sind auch nicht nach ISO 17025 akkreditiert oder was weiß ich. Wenn die mit solchen Marktanforderungen konfrontiert werden, die werden das gar nicht abbilden können. Da ist dann, glaube ich, auch weniger das Thema Zeitersparnis attraktiv als überhaupt mal das fachlich zu können.
Okay, verstehe. Ja, da sind wir auch schon am Ende von unserem Interview heute. Gibt es denn noch irgendwas, was Sie ergänzen möchten, hinzufügen möchten hier? Also das ist, ich habe das Thema natürlich, das ist ja auch platziert bei der VDM, da interessieren sich auch ganz viele Leute dafür und die Kolleginnen und Kollegen aus der Metallografie haben da ganz viele Ideen, das nehmen wir ja auch mit in unsere Regeltermine wenn wir mit ihren Kollegen da sprechen.
Das ist sehr, sehr gut, dass die das auch wirklich aufnehmen. Da sieht man mal live, was eine agile Softwareentwicklung ist, dass wir sagen, das ist eine Funktion, die wir gerne hätten. Ja, alles klar, machen wir, und das ist dann zwei Wochen später ist das drin, eingeflossen, gerade was Upload und sowas angeht die dann auch die Nutzbarkeit für uns nochmal ganz deutlich erhöhen. Das ist erst mal das, was wir auch sagen, ja super.
Und man liest da immer viel von. Jetzt sieht man das mal live. Das ist schon ganz nett. Das kennen wir jetzt nicht aus allen Zusammenhängen dass das so schnell geht.
Ich, wir sind ein relativ kleines Team und man merkt aber, dass die Leute doch da ganz erheblich motiviert sind und das macht großen Spaß. Und jetzt gucken wir mal. Unsere Testzeit läuft, glaube ich noch drei, vier Wochen oder so. Und dann müssen wir nach den Osterferien mal reden, wie es weitergeht.
Aber klar ist jetzt für mich schon, dass wir das auch Weiterverfolgen wollen, in welcher Form auch immer. Die Herausforderung kommt jetzt, dass wir natürlich dann auch sagen müssen, wie kriegen wir das denn hier bei uns in den Workflow? Also bauen wir unsere Systeme auch und integrieren so ein System. Das ist aktuell natürlich jetzt noch alles ein bisschen Handarbeit und ein bisschen hemmsärmelig und da gibt es glaube ich bei Ihnen auch Vorstellungen, wie man sowas macht.
Aber das sind jetzt so die nächsten Gespräche die wir mal führen müssen. Okay. Gut. Dann vielen Dank für das Gespräch.




